Beratung bei Essstörungen

Was ist eigentlich eine Essstörung?

Warum tun sie das?

Welche Formen der Essstörung gibt es?

1. Magersucht auch Anorexia nervosa
Frauen die magersüchtig sind nehmen nur sehr wenige Kalorien zu sich und führen damit innerhalb weniger Monate einen großen Gewichtsverlust herbei. Sie tun dies indem sie z.B. streng kontrollieren was sie essen, jede Kalorie wird gezählt, indem sie übermäßig Sport treiben oder indem sie sich kurz nach dem Essen übergeben oder Abführmittel missbrauchen. Frauen mit Magersucht haben große Angst an Gewicht zu gewinnen trotz bestehenden Untergewichts.

Sie leiden unter einer Körperschemastörung d.h. sie erleben sich als zu dick, selbst wenn sie deutlich untergewichtig sind. Im Spiegel sehen sie nicht die abgemagerte Frau, die nur noch aus Haut und Knochen besteht, sondern ein viel zu dickes Gegenüber.

Konsequenzen:
Die körperlichen Konsequenzen reichen von hormonellen Störungen (oft bleibt die Regel aus), Absinken des Pulses, des Blutdrucks, der Körpertemperatur (was mit sich führt, dass die Betroffenen meist sehr müde sind, frieren und unter Verstopfung leiden) bis hin zum Tod. Anorexie ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung; 10% der Frauen sterben an den Folgen ihrer Anorexie.

2. Bulimie
Vom äußeren Erscheinungsbild sind bulimische Frauen oft nicht von andern schlanken Frauen zu unterscheiden. Auch ihr Essverhalten in der Öffentlichkeit scheint ganz alltäglich.

Was von außen ganz „normal“ und begehrenswert aussehen kann, ist mit enormem Druck verbunden. Frauen mit Bulimie haben große Angst vor einer Gewichtszunahme, d.h. davor „dick“ zu werden und greifen dafür zu ungesunden Gegenmaßnahmen wie Erbrechen oder Abführmitteln oder treiben übermäßig Sport. Dabei kommt der Körper in einen Mangelzustand und die so genannten „Fressattacken“ tauchen auf.

Während dieser Heißhungeranfälle werden dem Körper in kürzester Zeit Unmengen hoch kalorischen Essens zugeführt. Um die Essanfälle danach ungeschehen zu machen wird wiederum Erbrechen herbeigeführt, Abführmittel missbraucht oder sich in einer extremen Form körperlich betätigt.

Konsequenzen:
hormonelle Störungen (oft bleibt die Regel aus), Zahnschmelzschäden, Speiseröhrenrisse, Magenwandperforation (durch häufiges Erbrechen herbeigeführt)…

3. Ess-Sucht mit Übergewicht auch Binge-eating (Binge = engl. schlingen)
Binge-eating ist gekennzeichnet durch übermäßige Nahrungsaufnahme. Der Unterschied zur Bulimie liegt darin, dass die während der Essattacke aufgenommenen Kalorien nicht ungeschehen gemacht werden. Aufgrund der hoch kalorischen Nahrungsaufnahme steigt das Risiko, Übergewicht zu entwickeln.

Konsequenzen:
Überlastung des Herzens, des Kreislaufs und des Skeletts was die Anfälligkeit für einen Schlaganfall, Herzinfarkt, Leberschäden und Diabetes erhöht.

Oft überschneiden sich die verschiedenen Essstörungen.

Allen Essstörungen gemeinsam ist, dass die Betroffenen immer mehr Zeit dafür aufbringen müssen und sie sich dadurch sozial immer weiter isolieren.

Was können Betroffene tun?

Literaturtipps - Institutionen in Luxembourg - Internetseiten

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